16.08.2017 @ 13.12Uhr
Nach minimaler Maximalausbeute von 6 Punkten mit +2 Toren in der Liga wartete heute die erste Pokalrunde in Saarbrücken auf unseren Verein. 750 Kilometer Entfernung bedeuten dann trotz des Sonntages entweder einen Urlaubstag oder 'ne sehr rasante Heimfahrt, Durchhänger am Folgetag inklusive. Dementsprechend spalteten sich vom Bushauptmob heute ausnahmsweise zwei Autobesatzungen mit arbeitender Bevölkerung ab. Die Abfahrt aller motorisierten Mitfahrmöglichkeiten wurde jedoch in dem Sinne sehr früh angelegt, dass man weit vor Spielbeginn noch ein, nahe Kaiserslautern liegendes, Freibad besuchen konnte. Da die Wetterlage zumindest am Vormittag nicht zwangsläufig strandtauglich war, öffnete dieses ausschließlich unseretwegen und gehörte somit für anderthalb sehr spaßige Stunden, mit ner äußerst körperbetonten Runde Wasserball unter bewölktem Himmel, komplett der Szene Köpenick. Kann man ruhig häufiger machen.

Bedauerlich ist ohne Frage, dass man in der Folge nicht das Ludwigsparkstadion in Saarbrücken direkt ansteuern durfte, welches sich aktuell im wohlverdienten Umbau befindet. Das wäre für die meisten nochmal ein schickes, bisher noch nicht gesehenes, Ziel gewesen, jedoch kam das Pokallos dafür leider ein Jährchen zu spät. Äusweichort war mit dem Hermann-Neuberger-Stadion in Völklingen ein Spielort, den sicher auch noch nicht jeder gesehen hat. Eigentlich n ganz schicker Oldschool-Ground, welcher auf nur einer Seite tribünisiert ist.

Leider konnte man sich durch diese Gegebenheit keinen wirklich kompletten Eindruck der uns unbekannten Fanszene Saarbrücken machen, die jedoch aus unserer Position so wirkte als wäre sie ganz flott dabei gewesen. Auch zum Fahnenintro kann man aktuell keine abschließende Bewertung abgeben.
Was man jedoch abschließend bewerten kann ist der heute wirklich unterdurchschnittliche Support im Gästeblock. Auch mit 750 Kilometern und nur 2 Stunden Schlaf im Rücken war das heute auf dem Weg zum Europapokal ne reine Frechheit, die erst Mitte der zweiten Halbzeit ganz passabel wurde. Zwar hatte die Mitmachquote ganz gute Momente, aber auch dann fehlte Stimme und Leidenschaft.

Leidenschaft fehlte leider auch der Mannschaft und die zwei Klassen tiefer spielenden Saarbrücker waren von Beginn an sogar die bessere Mannschaft. Umso überraschender, sowie unverdienter, war die Freude zum 0:1 nach Ecke durch Schönheim in der 23. Minute. Sechs Minuten später gab es dann die mit Abstand kurioseste Szene des Spiels, in der Saarbrücken zwar den Ausgleich erzielte, der Schiedsrichter jedoch Sekundenbruchteile zuvor ein Foul erkannte und zur Verwunderung aller auf Strafstoß entschied. Warum er da nicht kurz den Vorteil abgewartet hat kapiert bis jetzt keiner. Um die Situation perfekt zu machen kratzte Mesi #1 den Elfer dann noch aus der Ecke. Schön.
Der Ausgleich folgte trotzdessen noch in der ersten Hälfte, behielt bis zum Ende Bestand und als wäre die Fahrt nicht schon lang genug gab es nochmal 30 Minuten obendrauf, die Union dann Gott sei Dank für sich entschied. Wahrlich keine Glanzleistung heute von allen Beteiligten mit Luft nach oben auf dem Platz und auf den Rängen. Freuen kann man sich ohne Frage trotzdem, jedoch sei mit einem Augenzwinkern den Zaunhoppern bedacht, die nach dem Spiel nach Trikots quasi gebettelt haben. Dafür hat die Leistung heute wahrlich nicht gereicht und ein wenig peinlich wirken kann es so oder so.

Was bleibt ist immernoch die minimale Maximalausbeute. Wenn es so weiter geht können wir gern auf die hohen Kantersiege verzichten. Eisern!
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