21.04.2017 @ 13.12Uhr
Wenn man auf Arbeit kommt und das Thema wieder die Unfähigkeit Unions ist, ja dann weiß man, dass man immer noch nicht den Verein gewechselt hat und sich eigentlich wirklich nichts groß verändert hat. In den Wochen zuvor war es ja schon fast unheimlich, wer sich auf einmal als der ganz große Unioner entpuppt hat und welche Euphorie um den Verein herrschte. Grund für diesen Sinneswandel war eine, aufgrund der anzumerkenden, flächendeckenden Anspannung, völlig verdiente 0:1 Pleite gegen die abstiegsgefährdeten Sachsen aus Aue. Nach der am Vorwochenende hinnehmbaren Pleite gegen Hannover bedeutete das einen nun schon sehr herben Dämpfer im Aufstiegskampf.

Trifft man sich bei Heimspielen normalerweise schon recht frühzeitig zur Spieltagsvorbereitung, gestaltet sich dieses Unterfangen bei einer Anstoßzeit um 17:30 doch recht schwierig. Auch wenn man diese Nummer schon kennt fragt man sich doch immer wieder, wer sich verdammt nochmal so nen Blödsinn einfallen lässt und ob man in den Chefetagen der Verbände oder der Fernsehanstalten wirklich denkt, dass das ein normalsterblicher Arbeitenehmer entspannt schafft.
Trotz recht kurzer Entfernung kann man somit auch positiv festhalten, dass der Auer Fanblock annähernd voll wirkte und auch der Gästesupport ganz adäquat aussah und klang. Auf der Heimseite konnte man zwar ganz gut starten, merkte dem Block mit zunehmendem Spielverlauf jedoch eine gewisse Lethargie an. Das muss besser werden. Unsere Mannschaft braucht uns gerade bei solchen Spielen, wenn es eben auch mal nicht so läuft wie die Wochen zuvor.

Immer weiter kämpfen. Eisern Union!
17.04.2017 @ 13.12Uhr
Die letzte Begegnung Unions in Hannover datiert vom 20.12.2001. Tore von Harun Isa und Kostadin Vidolov konnten damals eine knappe 3:2-Niederlage in einem spannenden Spiel nicht verhindern.
Diese Fakten belegen, dass der Gegner, die Stadt und die Fanszene für den Großteil der jüngeren Unioner Anhängerschaft doch eher Neuland waren, erinnern sich wohl die wenigsten an vorher besagtes Spiel, geschweige denn haben die wenigsten es selbst live miterlebt. Entsprechend groß war das Berliner Interesse an der Auswärtsfahrt an diesem Samstagnachmittag. Aufstiegskampf gegen einen direkten Konkurrenten, "neuer" Gegner, softe Entfernung - das verspricht im Regelfall eine schnieke Auswärtsfahrt. Leider wurde das Spiel dieses Mal nicht so spannend wie im Dezember des Pokalfinaljahres und man verlor nach einer zwar annehmbaren ersten Halbzeit doch recht verdient mit 0:2. Der Mannschaft macht deswegen nach der vorher hingelegten Siegesserie garantiert niemand einen Vorwurf und trotz des mäßigen Spiels wurde sie sogar recht impulsiv verabschiedet. Einfach weitermachen und auf eure Stärken bauen. Wir glauben an euch!


Die etwa acht- bis zehntausend Gäste lieferten heute zwar teilweise schon ein kleines Feuerwerk ab, jedoch muss man ehrlich gestehen, dass die Koordination diverser Gesänge schon teilweise recht unglücklich wirkte. Oft konnte über die Breite des Blockes nicht vollends der Takt gehalten werden und man muss vielleicht zugeben, dass man für die großen Erstligastadien noch nicht die nötige Professionalität besitzt. Im besten Falle können wir dies in der Saison 17/18 ja ein wenig üben. Wir hoffen das Beste.
Der Block der Gegenseite wirkte zwar ein wenig schwerfällig, bleibt aber sicher besser in Erinnerung als beim Gastauftritt in der Hinrunde. Auffällig war, wie schnell sich nach dem Spiel der Block der Ultras Hannover leerte. Warum dies wohl so war, stellte man beim Marsch zurück zum Bahnhof fest, als sich eine recht große Anzahl Casualwessis an der Hauptstraße nochmal zeigen wollte. Als sich eine etwa 20-köpfige Gruppe Unioner daraufhin jedoch aus der Polizeikette lösen konnte und schnellen Schrittes Richtung Gastgeber eilte, waren diese dann aber auch genauso schnell hinfort, wie ihr Block leer war. Da hätte man vielleicht doch mehr Gegenwehr erwartet. Andererseits muss man sagen, dass sich die Hannoveraner bei einer Situation, welche zu Stande kam weil sich unsere Stadionverbotler versehentlich in die falsche Kneipe verirrten, sehr fair verhielten. Bitter an dieser Nummer, bei der im Endeffekt wiedereinmal nichts geschah, war, dass einige von unseren Jungs von der Staatsmacht zur frühzeitigen Abreise gezwungen wurden und diese leider auch ohne ihre Kumpels antraten.
Nach kleineren Spielereien am stark überwachten Hauptbahnhof Hannover begann auch unsere softe Rückfahrt gen Hauptstadt und man konnte schon gegen halb neun wieder seine Stammkneipen bevölkern.

Und nun nicht den Kopf hängen lassen und weiter alles für den großen Traum geben. Eisern!
12.04.2017 @ 13.12Uhr
„Spitzenreiter, Spitzenreiter“ hallt es nach Abpfiff von den Rängen des Stadions An der Alten Försterei. Dem vorangegangen war ein hart erkämpfter und gleichzeitig historischer Sieg gegen den 1. FCN. Der erste dieser Art für unseren Verein gegen diesen Gegner, damit reiht sich dieser Sieg in eine Reihe ein mit dem Auswärtssieg in Hamburg, dem seltenen Gefühl in Karlsruhe schlecht zu Spielen und dennoch zu gewinnen und noch einigen anderen Spielen, die man in der Vergangenheit eher verloren hätte und in dieser Saison doch gewonnen hat. Umso verständlicher sind die derzeitigen Träume vom großen Sprung ins Oberhaus des deutschen Fußballs. Verständlich ebenfalls auch die Ängste bzw. Bedenken, die ein Aufstieg mit sich bringt, hierbei liegt es aber in unserer Hand dafür zu sorgen, dass wir unseren eigenen Weg weitergehen und uns nicht auf die anderen fokussieren. Am Ende bleibt der Fußball aber weiterhin ein Sport, in dem es um das Gewinnen geht und somit kann es nur das Ziel eines jeden sein, am Ende der Saison vor allen anderen zu stehen.

Zum Spiel empfehlen wir den Spielbericht auf der offiziellen Union-Seite. Da das Spiel mal wieder auf einem unsäglichen Montag stattfand, gibt es zu optischen Situationen auf unserer Seite nicht viel zu sagen. Wie üblich wird, aufgrund des TV-Formates, nur das nötigste an Tifomaterial präsentiert, damit die Montagsspiele nicht noch mit außergewöhnlichen Bildern punkten können. Die Nürnberger Fanszene hingegen ließ sich heute relativ früh in der Stadt blicken, jedoch blieb dies auch bei der Exekutive nicht unbemerkt und somit versuchte man erst gar nicht, ein Kräftemessen herbeizuführen. Im Stadion präsentierten die Glubberer eine Choreo zum Gedenken an ihren verstorbenen Fanprojekt-Mitarbeiter Heino Hassler. An dieser Stelle auch von unserer Gruppe unser herzlichstes Beileid. Der Support auf Gästeseite ließ, je nach Anspruchshaltung, viele Meinungen zu. Insgesamt war der Support mit Sicherheit gut, wenn man Nürnberg jedoch zu einer der besten Szenen in Deutschland zählt, darf man etwas mehr erwarten. Gleiches gilt auch für unsere Seite, insgesamt war das schon ordentlich, speziell in den ersten Minuten schepperte es ganz gut. Umso unverständlicher eine immer wiederkehrende Lethargie. Mit zunehmender Dominanz auf dem Rasen stieg dann auch wieder die Intensität auf den Rängen und gipfelte dann in einen, in dieser Intensität schon lange nicht mehr gesehenen, Torjubel. Nach dem Spiel sah man in viele strahlende Gesichter und wenn dein Kumpel neben dir steht und sagt, dass er nächste Saison in seine 20. Union-Saison geht und er davon träumt, diese in Liga eins zu verbringen, dann bleibt nur noch zu sagen... Ein Traum wird wieder wahr, Union im Aufstiegsjahr.

In diesem Sinne
Aufstieg jetzt
06.04.2017 @ 13.12Uhr
Das Millerntor in Hamburg - ein schlechter Ort für jede Unioner Mannschaft, wurde hier nie gewonnen und auch einzelne Punktgewinne waren bisher rar gesäte Einzelfälle! Doch dieses Jahr ist alles anders, Union scheint nunmehr so ziemlich alles packen zu können und auch hier und heute gab es den jetzt sogar fünften Sieg in Serie! Einfach geil, einfach unionuntypisch konstant, einfach schön! Dass momentan alles passt, zeigte vor allem der Kampf der letzten Spielminuten. In jeden Ball wurde sich reingeworfen, jeder Meter wurde erzwungen - Union will und Union bekommt die Resultate. Auch wenn man es so nicht zu sagen wagt, aber so spielen Aufsteiger!

Der Hamburger Anschlusstreffer zum 2:1 sorgte zusammenfassend am Ende auch dafür, dass wir mit gutem Gewissen wohl von einem sehr guten Auftritt unsererseits sprechen können. Der Kampf, die Spannung und dieses Kribbeln, dass dieses Jahr was gehen kann, hat sich unabstreitbar auch auf die Ränge übertragen. Auch hier wurde jeder Ballgewinn und jeder erkämpfte Meter erbrüllt, gefeiert und erschwitzt. Es gab heute tatsächlich Bierduschen ohne dass ein eigenes Tor gefallen war. Das hat heute einfach, ähnlich wie gegen Würzburg, sehr viel Spaß gemacht.

St.Pauli zeigte zu Beginn des Spiels eine in Vereinsfarben längsgestreifte Blockfahne, gefolgt von einer sehr ansehnlichen Pyroshow. Das haben wir bei einer Heimkurve tatsächlich selten, vielleicht noch gar nicht so gesehen. Im Allgemeinen muss man bei aller Antipathie sagen, dass der Fußballflair am Millerntor doch sehr alternativ zum Rest der Republik ist. Überall im Stadion gibt es Fahnen, zu Beginn der Halbzeiten vereinzelt Wunderkerzen und auch einfach ein, so hat man den Eindruck, emotionaleres Publikum. Es macht hier in jedem Fall mehr Spaß als bei 80% der anderen deutschen Vereine. Die Kurve der Ultras St.Pauli wirkte im Support heute zwar etwas schwächer, als sie in Erinnerung war, das tat dem sonst passablen Eindruck jedoch keinen Abbruch.

Zu erwähnen bleibt noch das Spruchbandfestival im Heimbereich zur Halbzeitpause. Man hat zwar kaum geschafft, sich alles durchzulesen, Hauptthema war allerdings die Eröffnung eines Klamottenladens eines Thor Steinar-Ablegers im Hamburger Stadtteil Barmbeck. Das Lieblingsspruchband, ohne zu wissen um was es genau geht war jedoch: "Ulf du Hund .... bleib gesund." Egal was du hast, auch wir sind bei dir, Ulf.

Soviel dazu. Union kann spielen, Union kann kämpfen, der Fußballgott muss zur Zeit Unioner sein! Wann, wenn nicht jetzt?
04.04.2017 @ 13.12Uhr
Zur Abwechslung mal wieder zu einem Freitagabend galt es am 23. Spieltag einen Sieg gegen die Franken einzufahren, um den Anschluss an die Spitze der Liga zu halten oder gar bei Versagen der Konkurrenz auf einen direkten Aufstiegsplatz vorzurücken. Unter dem Schein des Flutlichts wurde pünktlich zu Spielbeginn die Waldseite in eine Choreographie gehüllt. Passend zum Spruchband
„Im Blätterwald & aller Munde – Ob Tadel oder ob Applaus“ wurden zuerst verschiedene Meilensteine und Tiefpunkte der jüngeren Vereinsgeschichte in Schlagzeilenoptik präsentiert, die beispielsweise an den legendären 8:0 Sieg gegen den B**, die gefälschte Bürgschaft der Saison 92/93 oder die Auseinandersetzungen in Stockholm erinnerten. Als passende Antwort folgte darauf „Union schießt übers Ziel hinaus“, optisch untermalt mit dem stinkefingerzeigenden Düwel und Tusche, der sein entscheidendes Tor zum 2:1 Derbysieg über Hertha feiert, sowie mehreren Feuerwerksbatterien, die von außerhalb die Alte Försterei erleuchten ließen und die äußerst gelungene Choreo abrundeten.

Auch die Mannschaft auf dem Platz zeigte von Beginn an eine engagierte Leistung und konnte nach einer Ecke in der 21. Minute mit 1:0 durch ein Kopfballtor von Polter in Führung gehen. Die Stimmung und der Support im ausverkauften Heimbereich waren spätestens jetzt sehr solide und vor allem der Wechselgesang mit der Gegengerade schepperte endlich mal wieder richtig, genauso wie das neu umgesetzte „Wir lieben Union!“. Die mitgereisten Würzburger überraschten immerhin mit einer für ihre Verhältnisse recht großen Anzahl (500 dürften es gewesen sein), auch wenn sie sich weder akustisch, noch optisch (drei mittelgroße Schwenker und eine Handvoll Zaunfahnen an den Wellenbrechern) auszeichnen konnten. Als Puncec kurz vor dem Halbzeitpfiff nach zwei ungeschickten Aktionen mit dem Ellenbogen und einer Schauspieleinlage des Würzburgers Soriano mit Gelb-Rot vom Platz musste, spürte man, dass jeder Unioner nun wusste, wie wichtig die Unterstützung der Mannschaft in dieser entscheidenden Phase der Saison ist.

In der zweiten Halbzeit wurde folgerichtig gefühlt jede Aktion der Franken auf dem Feld bepfiffen und auch die Mitmachquote auf der Waldseite bewegte sich auf sehr hohem Niveau. Trotz Überzahl kam Würzburg kaum gefährlich vor unser Tor und Mesenhöhler, der den verletzten Busk vertrat, musste sich nur selten beweisen. Kollektive Ekstase dann in der 81. Minute als Kreilach zur 2:0-Führung einschob und somit für die endgültige Entscheidung sorgte. Spielt man 48 Minuten mit einem Mann weniger und gewinnt am Ende so verdient, wie unsere Mannschaft an diesem Abend, kann man schon einmal (mit einer gesunden Portion Selbstironie) lautstark singend feststellen: „(So 'ne) Scheiße… Wir steigen auf!“. In diesem Sinne - auswärts in Hamburg nachlegen und gemeinsam weiter für den großen Traum kämpfen. Eisern!

Isoliert zu den sportlichen Ereignissen an diesem Wochenende ist es uns ein großes Anliegen besonders diesen Wunsch heraus zu stellen...
...gute Besserung, Rocco!
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