12.12.2018 @ 13.12Uhr
Am heutigen Sonntag machte sich das Team von Fürth auf den Weg nach Ost-Berlin, um sich das obligatorische Unentschieden gegen die Eisernen abzuholen. Die unspannende Frage würde wohl nur sein, wie langweilig das Spiel dazu werden würde. Das man bei uns im Nachhinein, trotz des überraschenden und dem Spielverlauf nach ungewöhnlichen Ergebnisses, eher wenig über Sport reden würde, konnte vor der Partie noch niemand ahnen.

Union ging schon in der ersten Hälfte durch zwei Tore von Mees und einem von Polter klar in Führung, was man an der Spielstatistik jedoch nie und nimmer hätte ablesen können. Auch der Schiedsrichter trug zu dieser Tatsache für die Eisernen positiv bei, mindestens an dem Punkt, als ein besonders klares Abseits trotzdem zum 1:0 führen durfte - Danke dafür. Nach der Halbzeit stand Union besser und konnte trotzdem noch ein Tor durch Polter nachlegen. Top für’s Torverhältnis, top für’s Team, nur unsere Laune blieb aufgrund der Ereignisse zu Beginn des Spiels getrübt bis gereizt.

Kurz nach Beginn des Spiels sahen wir von der Waldseite aus eine schwer einschätzbare Auseinandersetzung beginnend beim Ordnungsdienst im Gästeblock am unteren linken Rand. Daraufhin betraten zahlreiche Einsatzkräfte der Polizei den Gästeblock, die zur weiteren Eskalation beitrugen und immer wieder ohne erkennbaren Grund gegen Teile der etwa 300 Fürther Fans einschritten. Genaues zur Perspektive der betroffenen Gäste entnehmt ihr bitte der Fürther Stellungnahme auf http://hilfefonds.de/. Vieles spricht für diese Zeilen, so wurden Teile des Ordnungsdienstes noch während des Spieles ausgetauscht. Leider gab es auch eine Festnahme auf Fürther Seite zu beklagen, welche die Fürther zu einem längeren Verbleib am Stadionparkplatz bewegte, bevor man geschlossen die Rückreise antrat. Ein Dank geht von uns an die Fanbetreuung, das Fanprojekt und die Eiserne Hilfe, welche sehr schnell den Fürthern Hilfe anboten und Präsenz zeigten. Die Fanbetreuung versüßte den Fürthern die Wartezeit noch mit ein wenig Freibier.

Am Rande dieses eh schon emotionalen Spieltags fand zudem noch die Aktion 'Winter, mollig, warm' statt, wobei Unioner Kleidung und andere wärmende Dinge für die Wohnungslosen unserer Region als Spende zur Verfügung stellten bzw. sammelten, um sie an dementsprechende Projekte sozialer Träger weiter zu reichen. Auch von uns wurden im Wert von 700 euro u.a. neue Schlafsäcke und Isomatten übergeben. Insgesamt war die zum zweiten Mal stattfindende Aktion wieder ein sehr großer Erfolg.

Und niemals vergessen...
...Bullen raus aus der Kurve! ACAB






07.12.2018 @ 13.12Uhr
An diesem Wochenende ging es für uns nach Bayern, denn unsere Mannschaft musste gegen den SSV Regensburg ran und nach dem starken Auftritt gegen den BVB vier Tage zuvor, war nun natürlich zu hoffen, dass Union auf diesem Niveau weitermachen würde. So ging es Sonntags in den frühen Morgenstunden los, wobei wir uns mit Bus, ein kleiner Teil der Gruppe jedoch mit Neunern, auf den Weg machten.

Zweitgenannte unterstützten damit erneut den Shuttle der Stiftung des 1. FC Union und somit die Tour der Unioner mit Handicap, wobei eine bunt gemischte Truppe von Unionern verschiedenster Coleur den Auswärtstag miteinander verbrachten, egal ob vermeintlich beeinträchtigt oder augenscheinlich 'normal'. Diese Art der gelebten Inklusion fand nun schon zum dritten Mal statt und, so vernahm man im Anschluss, war wieder ein großes Saisonhighlight für alle Beteiligten. Falls man dieses Projekt, beispielsweise als Fanclubpate, unterstützen möchte, kann man sich gern unter fuma.soziales@fc-union-berlin.de melden. Die Patenschaft für die heutige Fahrt übernahmen die Sachsenadler.

Im Stadion angekommen wurde vom TSK eine Choreo vorbereitet, die dann beim Einlaufen der Mannschaft gezeigt wurde. TSK feierte mit dieser Choreo ihren 12. Geburtstag, an dieser Stelle auch nochmal von uns alles Gute. In der ersten Halbzeit gab es außerdem mal wieder eine kleine, aber feine Protestaktion gegen die Feinde unserer Bewegung. Zeitgleich wurden Blüten mit Fratzen des DFB-Vorstandes zusammen mit Schokomünzen in den Innenraum geworfen. Diese Aktion sollte darauf hinweisen, dass die Geldgier einiger weniger eben nicht wichtiger ist als die Vereinsliebe der Fans.

Union ging in der 45. Minute in Führung, die Freude darüber hielt jedoch nicht lange an, denn der SSV schaffte direkt mit einem zugegebenermaßen recht schönen Tor den Anschlusstreffer. Beim 1:1 Stand blieb es dann auch leider, denn Union hatte mehrere Großchancen, die leider nicht genutzt werden konnten. Also mal wieder ein Unentschieden und immer noch ungeschlagen. Man kann sich also oben festbeißen, jedoch bleibt abzuwarten, ob es auch reicht, bis zum Saisonende ganz oben um die Aufstiegsplätze mitzuspielen.







04.12.2018 @ 13.12Uhr
Erste Runde Bukarest, zweite Runde Rom... Bis man als Unioner in den erneuten Genuss kommt, den altbekannten Europapokal-Song aus tagesaktuellen Anlässen anzustimmen, wird wohl noch viel Wasser die Wuhle runterfließen und dennoch gibt es immer wieder diese Momente, wo man insgeheim schon ein wenig darauf schielt. Diese Momente gibt es meistens im DFB-Pokal, dem Pokal, in dem man mit etwas Losglück und 1-2 guten Spielen am schnellsten in Richtung Europa schauen kann und somit auch immer eine gewisse Euphorie ausgelöst wird. Eine realistische Euphorie? Selbstverständlich nicht, aber man wird ja auch noch träumen dürfen. Nachdem man in Runde eins relativ problemlos die Träume von Carl-Zeiss Jena beendete, wartete man gespannt auf die Auslosung. Die einen wünschten sich einen Gegner aus dem Amateurbereich, die anderen wünschten sich nach Jahren mal wieder ein Heimspiel gegen einen schwächelnden Erst- oder Zweitligisten, wird ja auch mal wieder Zeit, so liegt das letzte Pokalheimspiel doch schon gut fünf Jahre zurück. Aber wie so oft, kommt es dann wieder anders, als man denkt und so sah man sich nicht nur mit dem aktuellen Tabellenführer der ersten Bundesliga konfrontiert, nein, man durfte zur Abwechslung auch wieder nach Dortmund fahren. Erinnerungen an den besonderen Auftritt vor zwei Jahren an gleicher Stelle wurden wach und die leisen Hoffnungen darauf, dass es vielleicht doch etwas wird mit der Sensation. Als sich dann abzeichnete, dass es das Spiel der einzig beiden ungeschlagenen Teams im Deutschen Profifußball werden wird, hielt man doch irgendwie alles für möglich. Leider hielt man auch abseits des Rasens alles für möglich, erinnerte man sich doch noch an die wilde Einlasssituation und völlig übermotivierten Ordner und Polizisten. Erst wenige Tage zuvor durfte dies unser Rivale aus Westberlin spüren. Um es aber vorwegzunehmen, es war vieles besser, als noch vor zwei Jahren, aber gut war es noch lange nicht. Die Ordner legten sich nicht mehr mit dem großen Pulk an, sondern konzentrierten sich darauf, Hausverbote für Kleinigkeiten auszusprechen und die Polizei deutete nur zweimal kurz an, welchen Aufwind ihnen anscheinend gerade das vermutlich bald anstehende neue Polizeigesetz in NRW gibt. Schon interessant, mit welchem Eskalationspotential die Gesundheit von gut 100 Leuten riskiert wird, nur um bei einer Person die Personalien festzustellen. Obacht, liebe Berliner Partybullen, da will euch wohl jemand den Rang ablaufen. Aber nun zum Spiel. Natürlich auch für uns ein Spiel mit besonderem Reiz, trifft man doch nicht täglich auf die vermeintlich größte und beste Kurve Europas. Leider blieb diese, wie auch schon vor zwei Jahren, vieles schuldig und zeigte nur sehr selten, welches Potential in ihr schlummert. Auf unserer Seite machten sich ca. 8000 Unioner auf einem Mittwoch auf den Weg nach Dortmund. Weniger als noch vor zwei Jahren, aber dennoch nicht zu unterschätzen. Der Eiserne Virus brachte wieder zwei Sonderzüge auf die Schienen und nach einem Marsch ohne Besonderheiten erreichte man das Westfalenstadion. Dort legten wir, ähnlich wie vor zwei Jahren, einen beeindruckenden Auftritt hin und vertraten unsere Farben würdevoll. Gleiches galt für die 11 Männer auf dem Rasen, welche das Spiel ausgeglichen gestalteten und an dem Tag auf einem hohen Erstliganiveau kickten. Nach zweimaligem Rückstand kam die Mannschaft jedes Mal wieder zurück. Erst ein Elfmeter in der 120. Minute der Verlängerung sorgte dann für die Entscheidung zu unseren Ungunsten. Dass der Elfmeter dann auch noch einer der Marke “Kann man geben, muss man aber nicht” war und eventuell eine Abseitssituation hätte gepfiffen werden müssen, passt ins Bild dieser unglücklichen Niederlage. Wenn der David den Goliath so kurz vor dem Abgrund hat und dann doch besiegt wird, tut es einfach nur weh. Dennoch ein riesen Kompliment an die Mannschaft für ihre Leistung. Auf den Rängen beschäftigte man sich ansonsten noch mit den Vorfällen des Gastspieles der Nummer zwei Berlins in Dortmund ein paar Tage zuvor.

Neben dem klaren Statement unserer Szene, welche klar die Polizei als Feinde unserer Bewegung ansieht, beschäftigten sich sämtliche Dortmunder Ultragruppen ebenfalls mit der Thematik. In besonderer Erinnerung blieb dabei das Spruchband der Desperados: „Blocksturm wegen Pyro?“. Im Anschluss wurde eine Fackel gezündet und die Aufforderung „Dann kommt, ihr Hunde!“ gezeigt. Eine deutliche Botschaft mit der wir diesen Bericht auch beenden wollen.

In diesem Sinne:
Eisern Union!








23.11.2018 @ 13.12Uhr
Nach doch recht langweiligen Gegnern in den letzten Wochen, sollte uns am 11. Spieltag mit Dynamo Dresden endlich ein interessanter Gegner An der Alten Försterei besuchen. Neben einer ordentlichen Fanszene ist auch deren Mannschaft fleißig dabei, sich aus dem Keller frei zu schwimmen, dazu kommt noch eine ordentliche Abneigung und schon hat man einen Spieltag, wie man ihn sich wünscht. Die Dresdner waren aber heute nicht unsere einzigen Gäste und so begrüßten wir auch zahlreiche Freunde aus Mönchengladbach bei uns.

Zu früher Stunde wurde sich an den bekannten Treffs eingefunden und schon hier war ein starkes Bullenaufkommen zu bemerken. Da in der Woche vor dem Spiel mehrere Leute eine Gefährderansprache plus dazugehörigem Schreiben bekamen, war dies auch nicht verwunderlich, interessiert hat es aber niemanden.

So blieb am Spieltag selbst alles ruhig und man konnte sich voll und ganz auf das Spiel und den Support konzentrieren. Dresden füllte den Gästeblock bis auf den letzten Platz, das war es dann aber auch schon, denn überzeugen konnte der Support nicht, es war einer der schwächeren Auftritte bei uns und mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen.

Die Waldseite kam heute nur schwer in Schwung und so wussten leider nur wenige Lieder zu gefallen. Gerade was Lautstärke und Emotion angeht, hat man das Stadion schon deutlich besser gesehen.

Das Spiel im ausverkauften Stadion endete 0:0 und war eines der schlechteren unserer Mannschaft. So spielten unsere Jungs ab der 34. Minute in Überzahl und konnten diese nicht ausnutzen. Man hatte eher das Gefühl, dass sie Angst vor dem Toreschießen hatten und so kam der erste gefährliche Torschuss erst in der 80. Minute zustande - viel zu spät, um die Dresdner in Bedrängnis zu bringen.

So fahren wir, weiter ungeschlagen, zum Pokalspiel nach Dortmund.

Und niemals vergessen... Dritte Runde, wir kommen!








12.11.2018 @ 13.12Uhr
Wir schreiben Spieltag 1 nach Gikiewicz‘ Lastminute-Kopfballtor und es verschlug uns mal wieder in das allseits beliebte Baumarktviertel in Paderborn. Ja, dieses Paderborn, was vor anderthalb Jahren eigentlich schon den Durchmarsch in die Regionalliga perfekt gemacht hat, nur aufgrund des Zwangsabstieges von München Blau die Klasse hielt und ein Jahr später dann doch wieder sein Comeback in der zweiten Liga feierte. Aus unserer Sicht hätte man auf dieses Szenario auch gut und gern verzichtet, gibt es doch durchaus attraktivere Gegner, die in Liga Drei am Unterhaus kratzen.

Union holte bei einer Nullnummer wieder mal den obligatorischen „Besser als verloren“-Punkt und bleibt somit immerhin in Schlagdistanz auf die oberen Plätze. Sicher leistungsgerecht heute, aber auch nur bedingt befriedigend.

Etwa 1.000 Unioner sahen das Spiel in Ostwestfalen und hatten hunderte Pfeifen mitgebracht, mit denen sie, initiiert vom TSK, per Spruchband die bedingungslose Freigabe aller Choreomaterialien einforderten. Spannend dabei noch der O-Ton des Stadionsprechers - „Auf geht’s, Paderborner. Wir können auch ohne Trillerpfeifen Stimmung machen.“. Kam dann leider doch nicht so viel bei rum und die Stimmungshoheit dürfte heute beim Gästeblock gelegen haben.
Ansonsten nahm ein unspektakulärer Spieltag sein Ende und man Blickt gespannt auf die Gelb-Schwarze Woche und die Spiele gegen Dynamo Dresden in der Liga und Borussia Dortmund im Pokal.

Eisern Union







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