21.09.2017 @ 13.12Uhr
Sechster Spieltag und schon wieder Spitzenspiel, ausnahmsweise mal nicht gegen den aktuellen Spitzenreiter, aber doch gegen eine der nominell stärksten Truppen der Liga, nämlich Eintracht Braunschweig. Wie für uns gab es für die Gäste aus den vergangenen drei Partien keinen Sieg und so treten Union und die Eintracht derzeit etwas auf der Stelle und dominieren die Liga nicht nach Belieben, was man noch vor der Saison nach einem Blick in diverse Gazetten hätte vermuten können. Nun denn, in der Realität hieß es heute Siebenter gegen Neunter, für beide Mannschaften konnten nur drei Punkte zählen, um nicht frühzeitig den Anschluss zur Tabellenspitze zu verlieren. Einen würdigen Rahmen verlieh die Waldseite diesem Spiel mit einer Choreo, die aus einem Spruchband an der Dachkonstruktion ("WALDSEITE", mittig mit Union-Emblem und "Union Berlin"-Schriftzug) und einem Spruchband am Zaun ("BIS ZUM LETZTEN ATEMZUG") bestand. Noch während die Dachkonstruktion dem Dach entgegengekurbelt wurde, tauchten bereits rot-weiß-gelber Rauch und diverse Fackeln unsere Kurve in ein romantisches Licht.

Die Braunschweiger, von denen viele kurz vor Anpfiff noch im Stau rund um Berlin standen, verzichteten heute auf einen organisierten Support, auch weil viele Braunschweiger trotz Spielverlegung auf 19 Uhr das Stadion AdAF noch immer nicht erreicht hatten. Schade, denn der Anhang der Gäste ist immer mal für einen netten Auftritt gut.

Im Stau stand leider auch die erste Spielhälfte, beide Teams neutralisierten sich weitestgehend im Mittelfeld, die Ateilung Attacke war auf beiden Seiten gänzlich abgemeldet, Fußball zum Abgewöhnen ist sicherlich noch nett beschrieben. Der Support auf unserer Seite angemessen, aber höchstens Durchschnitt.

Im zweiten Abschnitt wurde aus dem Irgendwasspiel dann tatsächlich ein richtiges Fußballspiel, bei dem es fortan auch richtige Torchancen gab und bei dem Union das klar bessere Team war. Folgerichtig korrigierte unsere Mannschaft in Person von Hedlund den Zwischenstand auf 1:0, 52 Spielminuten waren da absolviert und eigentlich sollten fast 40 Minuten Restzeit auch mal für ein weiteres Tor reichen, aber nur zehn Minuten nach der Führung fing Union sich den völlig unnötigen Ausgleich. Im weiteren Verlauf konnte Union trotz nun teils wirklich guter Unterstützung von den Rängen nicht mehr einnetzen, auch wenn Braunschweig das Fußballspielen nach dem 1:1 beinah einstellte und die Verwaltung desselben antrat. Schöne Scheiße, wieder besser gewesen, wieder nicht gewonnen. Aber egal, denn schon Dienstag gibt's in Sandhaufen die nächste Chance auf drei Punkte.

Und niemals vergessen: Eisern Union!




















15.09.2017 @ 13.12Uhr
Gespannt wartet man auf die Ansetzung der verhassten DFL um zu schauen, was der Spielplan bringt und zur Freude vieler wurde es ein Sonntagsspiel bei der Fortuna aus Düsseldorf.

Das alleine sorgt natürlich nicht für viel Freude, da man nun schon zu oft hier war um sich mit den 95er zu messen.

Für eine größere Abteilung der HammerHearts begann das Wochenende bereits Freitag mit dem Flug nach Köln, wo man nach leichter Verspätung schon von unseren Freunden aus Gladbach erwartet wurde. Immer wieder ein tolles Gefühl die Jungs zu sehen und mit Ihnen ins Wochenende zu starten. Am Samstag wurde also der Tag genutzt um Bundesligafußball zu schauen, ob das nun erfolgreich war soll jeder für sich entscheiden, die fette Party danach war es auf jeden Fall. So blickte man in zahlreiche leere Augen als man am nächsten Morgen in den Zug nach Düsseldorf stieg. Das Stadion erreichte man dann zusammen mit dem WET-Mob, wo man sofort begann den Zaun zu beflaggen und sich auf das Spiel einzusingen.

Insgesamt konnte man von einem durchschnittlichen Auftritt der Gäste sprechen, so gab es laute und intensive Minuten aber grade nach dem 1:0 war es einfach zu wenig, was aus dem Block der Rot-Weißen kam. Man ging also völlig verdient mit einem Rückstand in die Kabine. Die zweite Halbzeit begann mit einem Spruchband zum Thema Korruption und dass der DFB eben kein Saubermannimage hat und auch nicht im geringsten daran Interesse zeigt, die Vorfälle rund um die WM 2006 aufzuklären. Die Mannschaft entschied sich dann auch endlich das zu machen, wozu sie da ist, zum Fußballspielen. Nachdem das Spiel in der 78. Minute gedrehte wurde, kannte die Freude keine Grenzen mehr, schade nur, dass die Mannschaft danach das Fußballspielen wieder einstellte und die Fortuna in der Schlussminute den Siegtreffer erzielte. Mal wieder Punkte unnötig verschenkt! Die Mannschaft belohnt sich zurzeit einfach nicht für ihr Leistung, diese war grade in der ersten Halbzeit zwar ausbaufähig, jedoch hat man gesehen was für ein Potential in der Mannschaft steckt! Die Heimseite legte einen eher schwachen Auftritt hin und wird nicht lange in Erinnerung bleiben.

Nach dem Beladen unseres Busses wurden noch unser Freunde aus Gladbach verabschiedet und die Reise in die Hauptstadt konnte beginnen und endete in viel Alkohol und einigen Leichen zu später Stunde in Berlin.

Aber was soll es, Freitag gleich die nächste Chance auf drei Punkte!

Und niemals vergessen: Scheiß Fortuna!







08.09.2017 @ 13.12Uhr
Wer hätte am Anfang der Saison gedacht, dass die ersten vier Spieltage ein Spitzenspiel nach dem anderen mit sich bringen? Zum zweiten mal in Folge ging es also für unserer Team gegen den Spitzenreiter, der bis dato ohne Punktverlust blieb. Bielefeld kam auch gleich mit der vollen Kapelle nach Berlin. Der Gästeblock wurde mit den Fahnen der verschiedensten Gruppierungen beflaggt, wobei alle Fahnen einen einheitlichen Stil hatten. Die Optik wusste auf jeden Fall zu gefallen. Auf unserer Seite gab es das gewohnte Fahnenintro, wobei es im Bereich des WS deutlich gruppenlastiger als normal vonstatten ging.

Unser Team startete sehr druckvoll in die Partie und ließ an seiner Überlegenheit auch bis zum Ende keinen Zweifel. Leider konnte unser Team die Überlegenheit aber nur sehr selten in wirklich gefährliche Torchancen ummünzen. Bielefeld wiederum setzte immer wieder kleine Nadelstiche, welche zu Beginn der zweiten Halbzeit auch ins 0:1 mündeten. Unser Team griff nun noch beherzter an und schaffte auch relativ schnell den Ausgleich. Für den Siegtreffer reichte es am Ende, trotz guter Torchancen, nicht mehr. Auf den Rängen blieben wir heute einiges schuldig, der Support wieder nur durchschnittlich und lediglich in der großen Druckphase wurde es mal angemessen laut. Auffällig war mal wieder, dass der Support immer unabhängiger vom Spielgeschehen wird. Vor Jahren wäre nach einer Torchance für unser Team aus unzähligen Mündern ein Eisern Union gekommen oder bei einer Ecke wie selbstverständlich zuerst das „Hinein, Hinein“ gefolgt von „Auf geht’s Unioner schießt ein Tor“. Diese Automatismen werden seit geraumer Zeit einfach übersungen, die Emotionalität der Gesänge bleibt schlussendlich leider auf der Strecke. Die Gäste überzeugten uns am heutigen Tage durchweg positiv. Neben dem schon angesprochenen guten Zaun war auch die Mitmachquote durchaus überzeugend und man kann der Szene aus Bielefeld eine gute Entwicklung in den letzten Jahren zusprechen. Nachdem am zweiten Spieltag in Folge zwei Punkte liegengelassen wurden, hat man immerhin auch den zweiten Spieltag am Stück den Tabellenführer gestürzt und wie sollte es anders sein, am nächsten Spieltag geht es mit voller Kapelle zum Spitzenreiter nach Düsseldorf. Die Wettquote auf ein Unentschieden dürfte nicht allzu hoch sein.

In diesem Sinne: Eisern Union!

24.08.2017 @ 13.12Uhr
Mit dem Gefühl, eine bittere Niederlage hingenommen zu haben, trat man heute die Heimreise aus Nürnberg gen Berlin an. Tatsächlich war es ein Punktgewinn mit spätem Ausgleichstreffer auf der falschen Seite und bedeutete den siebten Punkt im dritten Spiel. Also alles super soweit, hätte vor dem Spiel wohl jeder mit 'nem Unentschieden leben können.

Mindestens genauso wichtig wie das Geschehen auf dem Rasen ist allerdings der an diesem Wochenende eingeläutete lautstarke Protest gegen den DFB. Bereits seit Freitag wurden bei so gut wie allen Spielen dabei unter dem Motto "Fick dich DFB" Transparente gezeigt, die auf die jeweiligen Situationen in den einzelnen Vereinen, passend zum Thema, aufmerksam machten. Diese Situationen sind thematisch oft völlig unterschiedlich gelagert, haben jedoch im Kern denselben Ursprung: Die Profitgier einflußreicher Fußballfunktionäre, die dabei auch bereit sind, klare Grenzen wie selbstverständlich zu überschreiten und moralische Aspekte im Sinne der Vermarktung völlig zu ignorieren. Ein Spruchband der Ultras Nürnberg, welches die Gesamtsituation ganz gut zusammenfasst, bleibt dabei am heutigen Tag vor allem im Gedächtnis - "Ihr tut sauber, aber seid korrupt!". Der Allgemeinheit sei dabei gesagt, dass der DFB logischerweise jeden seiner Schritte, und sei es ein scheinheiliges Gesprächsangebot, nur auf der Basis durchführt so viel Geld wie möglich damit zu verdienen. Währenddessen gibt der Kurvenfan, ob Student, Banker oder Müllmann, seinen letzten Cent für sein Hobby. Trotzdem sind die Funktionäre in Medien und Onlinekommentaren die Saubermänner in dieser Angelegenheit. Die Funktionäre, die sich 2006 eine WM im eigenen Land erschummelt haben. Wir haben keine Argumente? Bitte schreibt eure Kommentare nicht vom sicheren Sofa aus und holt eure Meinung nicht aus Ultra-Hetzkampangen der Bild. Sprecht mit Leuten im Stadion, seid gern kritisch aber ihr werdet merken, dass wir deutlich mehr Argumente haben als der DFB. Mehr Argumenten als: Geld.

Unser thematisiertes Problem mit dem DFB war heute die Stehplatzkultur, die für uns ohne Frage ein unglaublich wertvolles Gut ist und zur Idendität unseres Vereins und der Alten Försterei gehört.
Die optischen Aktionen auf Seiten der Nürnberger wirkten zwar ein wenig ungeschlossen, jedoch sehr gut organisiert und über das ganze Spiel verteilt. Dabei hingen sowohl im BDA- sowie auch im UN-Block über die gesamte Spieldauer jeweils ein "Fick dich DFB"-Plakat und abwechselnd kamen verschiedene Spruchbänder zum Thema.

Hoffen wir, dass der Protest nicht im Sande verläuft. In den nächsten Monaten, ja vielleicht Jahren, geht es um existenzielle Fragen, wie zum Beispiel für wen der Fußball gemacht ist. Volkssport oder Event für die Reichen und Sky-Abonnenten? Wir werden es sehen.

Die nach Stimmungsboykott wiedererwachte Nürnberger Kurve wirkte heute auch außerhalb des Protests, und den beispielsweise dazugehörigen Wechselgesängen, sehr agil und laut. Viele Fahnen und eine kleine Choreo zu Beginn des Spiels untermalten das gute Gesamtbild einer der wohl besten Kurven Deutschlands.
Bei uns war eine Verbesserung zum Pokalspiel bemerkbar. Vor allem die alten Gassenhauer kamen mal wieder auch auswärts gut zur Geltung. Die sehr schwachen Phasen zeigen, dass es durchaus noch besser geht, aber so langsam scheint man wohl aus der Sommerpausenlethargie zu erwachen.

Auf der Rückfahrt haben es unsere Haustechniker geschafft, die Pokalauslosung immerhin auf Tonspur live im Bus laufen zu lassen, wodurch man die durchaus überflüssige Ziehung von Leverkusen-Union hören konnte. Gut, auch wenn es nur etwa 3-4 beschissenere Lose hätte geben können muss man wohl damit leben. Am Ende bleibt ein wohl unglaublich schwieriges Spiel, auswärts unter der Woche gegen eine der uninteressantesten Erstligaszenen. Egal, die Euroleague kommt nicht von allein.


Fick dich, DFB!
16.08.2017 @ 13.12Uhr
Nach minimaler Maximalausbeute von 6 Punkten mit +2 Toren in der Liga wartete heute die erste Pokalrunde in Saarbrücken auf unseren Verein. 750 Kilometer Entfernung bedeuten dann trotz des Sonntages entweder einen Urlaubstag oder 'ne sehr rasante Heimfahrt, Durchhänger am Folgetag inklusive. Dementsprechend spalteten sich vom Bushauptmob heute ausnahmsweise zwei Autobesatzungen mit arbeitender Bevölkerung ab. Die Abfahrt aller motorisierten Mitfahrmöglichkeiten wurde jedoch in dem Sinne sehr früh angelegt, dass man weit vor Spielbeginn noch ein, nahe Kaiserslautern liegendes, Freibad besuchen konnte. Da die Wetterlage zumindest am Vormittag nicht zwangsläufig strandtauglich war, öffnete dieses ausschließlich unseretwegen und gehörte somit für anderthalb sehr spaßige Stunden, mit ner äußerst körperbetonten Runde Wasserball unter bewölktem Himmel, komplett der Szene Köpenick. Kann man ruhig häufiger machen.

Bedauerlich ist ohne Frage, dass man in der Folge nicht das Ludwigsparkstadion in Saarbrücken direkt ansteuern durfte, welches sich aktuell im wohlverdienten Umbau befindet. Das wäre für die meisten nochmal ein schickes, bisher noch nicht gesehenes, Ziel gewesen, jedoch kam das Pokallos dafür leider ein Jährchen zu spät. Äusweichort war mit dem Hermann-Neuberger-Stadion in Völklingen ein Spielort, den sicher auch noch nicht jeder gesehen hat. Eigentlich n ganz schicker Oldschool-Ground, welcher auf nur einer Seite tribünisiert ist.

Leider konnte man sich durch diese Gegebenheit keinen wirklich kompletten Eindruck der uns unbekannten Fanszene Saarbrücken machen, die jedoch aus unserer Position so wirkte als wäre sie ganz flott dabei gewesen. Auch zum Fahnenintro kann man aktuell keine abschließende Bewertung abgeben.
Was man jedoch abschließend bewerten kann ist der heute wirklich unterdurchschnittliche Support im Gästeblock. Auch mit 750 Kilometern und nur 2 Stunden Schlaf im Rücken war das heute auf dem Weg zum Europapokal ne reine Frechheit, die erst Mitte der zweiten Halbzeit ganz passabel wurde. Zwar hatte die Mitmachquote ganz gute Momente, aber auch dann fehlte Stimme und Leidenschaft.

Leidenschaft fehlte leider auch der Mannschaft und die zwei Klassen tiefer spielenden Saarbrücker waren von Beginn an sogar die bessere Mannschaft. Umso überraschender, sowie unverdienter, war die Freude zum 0:1 nach Ecke durch Schönheim in der 23. Minute. Sechs Minuten später gab es dann die mit Abstand kurioseste Szene des Spiels, in der Saarbrücken zwar den Ausgleich erzielte, der Schiedsrichter jedoch Sekundenbruchteile zuvor ein Foul erkannte und zur Verwunderung aller auf Strafstoß entschied. Warum er da nicht kurz den Vorteil abgewartet hat kapiert bis jetzt keiner. Um die Situation perfekt zu machen kratzte Mesi #1 den Elfer dann noch aus der Ecke. Schön.
Der Ausgleich folgte trotzdessen noch in der ersten Hälfte, behielt bis zum Ende Bestand und als wäre die Fahrt nicht schon lang genug gab es nochmal 30 Minuten obendrauf, die Union dann Gott sei Dank für sich entschied. Wahrlich keine Glanzleistung heute von allen Beteiligten mit Luft nach oben auf dem Platz und auf den Rängen. Freuen kann man sich ohne Frage trotzdem, jedoch sei mit einem Augenzwinkern den Zaunhoppern bedacht, die nach dem Spiel nach Trikots quasi gebettelt haben. Dafür hat die Leistung heute wahrlich nicht gereicht und ein wenig peinlich wirken kann es so oder so.

Was bleibt ist immernoch die minimale Maximalausbeute. Wenn es so weiter geht können wir gern auf die hohen Kantersiege verzichten. Eisern!
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