20.06.2017 @ 13.12Uhr
Zum zweiten mal in Folge mussten wir auswärts an einem Montag ran, was natürlich in den Reihen des geneigten Stadionfans für wenig Begeisterung sorgt, da dafür je nach Arbeitsverhältnis und Spielort gerne mal zwei Tage Urlaub geopfert oder beim Arzt des Vertrauens herrausgeschlagen werden müssen. Da dies allerdings die Folge der sportlich hervorragenden Resultate unserer Mannschaft ist, nimmt man das natürlich in Kauf.
Sporlich ging es an diesem drittletzten Spieltag richtig um die Wurst. Union, auf Platz vier mit drei Punkten Rückstand auf Braunschweig, konnte mit einem Sieg wieder direkt ins Aufstiegsrennen einsteigen. Eine Niederlage jedoch würde allen Aufstiegsträumen nahezu ein Ende bereiten. Doch nun von der Theorie zur Praxis. Die Szene reiste diesmal bevorzugt mit Bussen an, aber auch ein paar Autos und Neuner wurden in die Spur geschickt. Komplikationslos kam man dann auch geschlossen in Braunschweig an und enterte das Stadion. Der Gästeblock, so wie das restliche Stadion, zu diesem Spitzenspiel natürlich ausverkauft, wurde standesgemäß beflaggt und so konnte das Spektakel auch los gehen. Zu Beginn wartete Braunschweig mit einer Choreo im kompletten Heimbereich auf - sehr schlicht, aber dennoch schick anzusehen. Auf unserer Seite Standardtifokost.
Spielerisch gab es für Union gleich zu Beginn auf die Nuss, bereits in Minute Sechs musste Mesenhöler das Spielgerät aus seinem Kasten fischen. Ganz dolles Ding und mal wieder "typisch Union". Aber wat sollste machen...
Alles in allem hat Union eine geile Saison gespielt, doch seit dem Heimspiel gegen Aue scheint in der Mannschaft etwas die Luft raus zu sein, schade dass das gute Niveau nicht bis zum Ende durchgehalten werden konnte. Und auch obwohl unsere Mannschaft gegen Braunschweig wacker Widerstand leistete, wirkte der Gegner stets einen Tick munterer. Und wenngleich Union nach dem frühen Schock im Laufe der Halbzeit etwas zulegte, der Spielstand veränderte sich nicht. Zu Beginn der zweiten Hälfte handelte sich Puncec dann eine ziemlich dumme und ärgerliche Gelb-Rote Karte ein. Diese unnötige Schwächung verhieß nichts gutes und Union konnte das Spiel nicht mehr drehen. Nach dem 2:0 für Braunschweig konnte Maxi Thiel zwar nochmal einen einschenken, doch olle Kumbela machte in der 75. Minute mit dem 3:1 alle Hoffnungen zunichte. Der Bursche ist schon ein respektables Kampfschwein, Hut ab.

Nach dem Spiel gab es dann im Block natürlich lange Gesichter und auch wenn die 1. Liga für viele Nostalgiker zuweilen für Union sehr kritisch gesehen wird, so träumt(e) doch insgeheim jeder vom Aufstieg.
Unser Support war an diesem Tag trotz kurzer Schwächephasen eines Spitzenspiels würdig, sehr spielbezogen wurde die Mannschaft energisch unterstützt und im zweiten Durchgang wurde eine ganze Reihe BS-Material präsentiert, welches nach Schlusspfiff in einem hübschen kleinen Lagerfeuer aufging. Braunschweig mit einem soliden Auftritt in der Kurve, besonders wenn das restliche Stadion einstieg, wurde eine gute Lautstärke erreicht.

Nach diesem Spiel beträgt der Rückstand auf Hannover und Braunschweig nun 6 Punkte, ein vorbeikommen scheint unmöglich, aber wer weiß, was passiert. Wir werden weiter unermüdlich alles geben, egal was kommt, Eisern Union!
15.05.2017 @ 13.12Uhr
Zum ersten Mal bei einem Pflichtspiel sollte an diesem frühen Freitagabend eine Unioner Mannschaft von allen vier Seiten des heimischen Stadions angefeuert werden. Grund dafür war ein Ankündigen von gerade einmal etwa dreieinhalb Gästefans und einer, trotz der kürzlichen Dämpfer im Aufstiegskampf, weiterhin hohen Nachfrage an Karten auf der Heimseite. Somit wurde auch der Sektor 5 für Unionfans geöffnet. Allemal ein schönes Bild, jedoch hat man es dann doch auch lieber, wenn man einen ernstzunehmenden Gegner im Gästeblock hat, mit dem man sich auch ein kleines Gesangsduellchen liefern kann. Dass dieser gefehlt hat, kann in der momentanen Situation jedoch kein Grund für den phasenweise sehr schleppenden Support der Waldseite sein. Auch wenn man sich mittlerweile in der schlechtesten Situation aller Aspiranten befindet, geht es immernoch um alles. Da muss, wie schon in Stuttgart, einfach mehr kommen! Passend zum Thema gab es vom Teen Spirit Köpenick heute eine Choreo mit dem Motto "Rot, immer federführend, färbt unser Liedgut stets gebührend." Dazu kam eine Blockfahne, auf der eine Feder, rote Farbe und ein Liedbuch zu sehen waren, bevor am Dach Auszüge aus bekannten Block-Gassenhauern hochgezogen wurden. Ein gelungenes Bild, welches dem Abend einen schönen Stempel aufsetzte.

Richtig laut wurde es im Stadion dann aber im Zuge der sehr harten, aber wohl berechtigten roten Karte für Sebastian Polter, der uns jetzt bittererweise im Saisonendspurt fehlen wird. Da Union die drei Punkte jedoch glücklicherweise noch zu Hause behielt, ist weiterhin alles möglich und auch ohne Polter und Steven Skrzybski muss man jetzt halt alles geben.

Umso schwieriger es scheint, desto größer ist die Ekstase, wenn es denn klappt.

Eisern Union
05.05.2017 @ 13.12Uhr
Spitzenspiel in der zweiten Liga mit zwei absoluten Aufstiegskandidaten bedeutet leider auch fast immer den ungeliebten Montag abzugreifen, mit dem auch wir uns heute wieder rumschlagen durften. Aufgrund der großen, fast einmal die komplette deutsche Nord-Süd-Achse umfassenden Entfernung bedarf es dann schon einmal mindestens zwei Urlaubs-, Krankheits- oder Blaumachtagen, um seinen Verein im Saisonendspurt unterstützen zu können. Aber hilft ja alles nichts, es hat nie jemand behauptet, dass Fußballfan sein einfach werden würde und so wählte man heute den vom Virus angebotenen Sonderzug, um ins Schwabenland zu gelangen. 25 Stunden Brutto-Fahrtzeit - wenn man sich einmal damit abgefunden hat, ist das doch einfach nur geil. Gegen acht Uhr in der Früh begann die wilde Fahrt und eskalierte schon früh zur wilden Sause. Hatte sich der ein oder andere eventuell einen Alkoholverzicht auf der Hinfahrt auferlegt, musste dieses Unterfangen in den meisten Fällen doch wieder untergraben werden und die zwei Partywaggons waren schon vor Anpfiff gern besuchte Orte. Schön an diesen Sonderzugtouren ist ohne Frage auch, dass man mal nicht in seinem eigenen Neuner-, Bus- oder Autosaft schwimmt und im Laufe der Stunden auch mit vielen anderen Unionern aller Couleur in Kontakt kommt, feiert und sich austauscht.

Etwa zweieinhalb Stunden vor Spielbeginn traf man in der Hauptstadt Baden-Württembergs ein und marschierte problemlos zum Stadion. Die Polizei verhielt sich ruhig und zurückhaltend, was man nach den Vorkommnissen in Karlsruhe vor wenigen Wochen ruhig mal erwähnen kann.

Das Spiel an sich war heute trotz der heftigst beschissenen Anstoßzeit doch tatsächlich ausverkauft, woran auch um die 3.500 Unioner einen großen Anteil hatten. Klasse! Hoffen wir mal, dass dieser Schwung, unabhängig davon was diese Saison noch passiert, mitgenommen werden kann und wir auch ohne Aufstiegskampf in der kommenden Spielzeit mit ähnlichen Auftritten glänzen können. Bitte verkommt nicht zum Eventpublikum, liebe Unioner!

Das erste Mal sollte man heute die Cannstatter Kurve live erleben und kann ihr durchaus das Prädikat einer guten Erstligakurve ausstellen. Eine dauerhaft gute Mitmachquote und ein guter Einsatz an Tifomaterial ließen den Block über die Dauer des Spiels gut aussehen. Der Rest des Stadions ist dann jedoch zum Großteil geprägt von Eventis, die halt aufspringen, wenn sie mit dem Schiedsrichter nicht konform gehen und sich auf den Weg zum Bierstand machen wenn Stuttgart ein Tor schießt. Aber gut, das hast du ja eigentlich überall so. Unsere Seite mit guten Momenten, aber über die Länge des Spiels muss da einfach mehr kommen. Sicher waren auch viele vom Spiel bedient, aber Union war dran und wer weiß, vielleicht hätte ja die ein oder andere Motivationsstütze mehr von den Rängen tatsächlich gereicht, um Union in der umkämpften Phase den Ausgleich schießen zu lassen. So verlor Union dieses Schlüsselspiel in der umkämpften Saisonphase leider mit 1:3 und muss einen herben, vielleicht entscheidenden Dämpfer im Aufstiegskampf hinnehmen. Schade, denn Stuttgart war heute absolut nicht unschlagbar.
Noch ist jedoch nicht aller Tage Abend und es heißt weiter Gas geben. Die Saison ist so oder so ne richtig dufte und wir können ihr noch immer die Krone aufsetzen. Also auf allen Ebenen weiter alles geben!

Mit null Punkten im Gepäck trat man die lange Rückfahrt gen Berlin an, wobei man im Nachhinein sogar einige Stimmen hörte, dass sie zu kurz war. Kurzweilig war sie allemal und so stiegen gegen neun Uhr in der Früh einige sehr skurrile Gestalten aus dem Zug und traten in Mitten des Berufsverkehrs den Weg in Richtung des heimischen Bettes an. Bitte mehr von solchen Fahrten, in Zukunft nur mit größerem sportlichen Erfolg.
01.05.2017 @ 13.12Uhr
Ziel anvisiert – die Faust geballt, dieses Motto beschreibt den heutigen Spieltag erstaunlich genau. Union holte nach einer tollen Siegesserie in den letzten 3 Spielen nur einen absolut dem Gegenwert entsprechenden Punkt. Somit wurde aus der Tabellenspitze recht flott der undankbare Tabellenplatz 4 und der berechtigt bekanntlich am Ende der Saison nicht mal zur Teilnahme an der Relegation gegen Hamburg.
Um heute unseren Teil zur neuen Siegesserie beizutragen, sollte es zu Beginn des Spiels eine eigentlich zweiteilige Choreo geben, die zum ersten Mal in gelungener Kooperation mit Sektion Weißensee ausgearbeitet wurde. Aufgrund von Problemen mit der Hebeanlage entwickelte sich daraus jedoch eine dreiteilige Choreografie, die sich bis Spielminute 5 zog und unsere Nerven bis zum Zerreißen strapazierte.
Zu Beginn sah man eine Blockfahne mit Spielertrikot und den Spruch ‚Union in rot- das Stadion schallt‘.

Unter der Blockfahne warteten verschiedene Schwenker zum Abrunden des Bildes eines motivierten und engagierten Herren aus dem Kampfsportbereich, der jedoch etwas auf sich warten ließ, da die Hebeanlage durch die Unachtsamkeit eines hinter ihr platzierten Unioners erstmal gut 2 Minuten blockierte.

Dazu wechselte in Folge der Spruchband zum Spieltags- bzw. Saisonbezug auf die Worte, ‚Ziel anvisiert-die Faust geballt‘. Glück im Unglück kann man unterm Strich die Tatsache nennen, dass trotz der Probleme der Ablauf für den außenstehenden Betrachter flüssig wirkte und den Eindruck erweckte, die Aktion wäre dreiteilig gewesen.

Das Team nahm sich, über das gesamte Spiel gesehen, das Intro zu Herzen und wurde im Laufe des Spiels immer besser. Nach dem 1:0 durch Kreilach kam Lautern zwar in Hälfte zwei nochmal überraschend zum Ausgleich, jedoch schoss Union heute genug Tore für 2 Spiele wovon der Schiri leider nur 3 Stück anerkannte und uns zusätzlich noch einen klaren Elfer verwehrte. Ohne 110 Prozent Einsatz und Kampfeswille wären wir unter diesen Umständen heute wohl trotz Überlegenheit nicht über ein Unentschieden hinaus gekommen.
Die Waldseite war heute zum Spiel passend ab Mitte der 2. Halbzeit ein Hexenkessel. Der gute Gästesupport mit ganz ordentlichem Fahneneinsatz und zeitweise starker Mitmachquote verlor von Minute zu Minute an Bedeutung für uns und war spätestens nach dem Ausbruch des Emotionsvulkans beim 2:1-Führungstreffers durch Polter nur noch Randnotiz. Beim 3:1 durch Hosiner gab es kaum noch Kraft zum akustischen Nachlegen.
Gefeiert wurde der Sieg auf der Waldseite heute trotzdem nicht, da ein medizinischer Notfall nach Ende des Spiels die Lust darauf doch vergehen ließ. Von hier aus gute Besserung an den Betroffenen.
Und niemals vergessen…
…alles kann, nichts muss!
28.04.2017 @ 13.12Uhr
Englische Woche in der zweiten Liga, nach den zwei Dämpfern gegen Hannover und Aue stand nun noch Düsseldorf auf dem Programm. Für einige von uns begann die Fahrt in den Pott bereits am Freitag, um unsere Freunde aus Gladbach beim Derby zu unterstützen. Derbysieger. Am Sonntag konnte man dann bis weit nach dem Sonnenaufgang feiern oder halt auch schlafen, sehr ungewöhnlich für ein Auswärtsspiel. Die Szene wählte diesmal eine Anreise mit Bus sowie Neunern und traf sich auf einem Rasthof kurz vor Düsseldorf. Von dort ging es in Kolonne weiter Richtung Gästeparkplatz, dort angekommen waren auf dem Weg zum Stadion mehrere „Sicherheitsschleusen“ aufgebaut. Als wir dann endlich im Stadion waren, gingen wir den üblichen Aufgaben nach. Dabei sei nur zu erwähnen, dass der Zaun im Gästeblock förmlich nach blutenden Händen schreit. Kurz vor Anpfiff der Partie haben wir dann eine ordentliche Rauchbombe ins Dach gejagt.

In dieser Spielzeit ging Union das erste Mal mit einer doppelspitze auf's Feld, was erst mal vielversprechend klingt. Uniontypisch führte man zwei zu null und am Ende reichte es nicht für den Sieg. Es fehlte die Sicherheit im Team, das merkte man auch auf den Rängen. Immer noch besser ein Punkt, als kein Punkt. Kopf hoch, Jungs und nochmal alles geben. Die Rückfahrt ging ziemlich flüssig vonstatten, da blieben Dummheiten auch nicht aus. Nun heißt es gegen Lautern wieder alles geben. Denn der Traum von Liga Eins ist noch nicht vorbei.
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