18.01.2019 @ 13.12Uhr
15. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga, das bedeutet Aktionsspieltag. Unter dem Motto „Die Vereine haben es in der Hand – alle Montagsspiele abschaffen!“ formierte sich mal wieder ein bundesweiter Protest quer durch unser Land und unabhängig von der Ligazugehörigkeit. Wenige Tage vor dem Aktionsspieltag wurde bekannt, dass in der 1. Bundesliga die Montagsspiele ab der Saison 21/22 wieder abgeschafft werden. Kurz nach dem Aktionsspieltag zogen die Vereine der 2. Bundesliga nach. Der Protest wirkt!

Aktionsspieltag bedeutet aktuell leider auch meistens Stimmungsboykott, den beide Szenen auch durchzogen. In der zweiten Halbzeit ging es dann stimmgewaltig los. Zum Intro gab es auf der Waldseite ein Schnipselintro in den Farben Rot, Weiß und Gelb. Dazu waren noch einige Fahnen im Einsatz. Die Gäste beschränkten sich allgemein auf Schwenker. Insgesamt wusste der Auftritt der Gäste nicht richtig zu gefallen. Kaum Durchschlagskraft, die Ultras wirkten isoliert und auch so wirkte alles etwas halbherzig. Auf unserer Seite war aber auch nicht alles Gold, was glänzt. Die Waldseite zeigte sich zwar verbessert, aber noch lange nicht in Bestform. Gleiches gilt auch für die Gegengerade, welche derzeit weit von der Form früherer Tage entfernt ist. Hilfreich war mit Sicherheit der gute Spielverlauf der Mannschaft, die das Spiel in einer unglaublich souveränen Art mit 3:1 nach Hause holte. Solche Spiele hätte man vor ein paar Jahren noch in letzter Minute aus der Hand gegeben. Hier scheint sich derzeit wahrlich Großes zu entwickeln. Mal schauen, was die Zeit bringt, sowohl sportlich als auch fantechnisch. Letzteres gilt vielleicht auch wieder für Union. Nach den Vorfällen des Fürthspiels gibt es auch an dieser Front weiter Diskussionsbedarf innerhalb unserer Fanszene. Es bleibt spannend.

In diesem Sinne
Eisern Union






25.12.2018 @ 13.12Uhr
Köln, Ingolstadt und Hamburg. Alles Städte, die man auf einen Montag besuchen darf oder durfte, gerade im Fall Hamburg doppelt bitter, darf man doch auch noch den Nachbarn vom HSV auf einen Montag einen Besuch abstatten. Unterm Strich nerven diese Montagspiele einfach nur!

Es war also an eine gemeinsame Anreise kaum zu denken und so machten sich ca. 6000 Fans mit Bussen, Autos oder dem Zug auf in die Hansestadt, um unser Team beim ersten Aufeinandertreffen beider Vereine zu unterstützen.

Um ein einheitliches Bild im Stadion abzugeben, wurden vor dem Stadion Mottoschals verkauft, diese fanden auch sehr guten Absatz und so gab der Block ein sehr geschlossenes Bild ab. Die ersten Minuten im Spiel war die Stimmung etwas verhalten, da die Szene erst wenige Minuten nach Beginn des Spiels den Block betrat. Danach wurde es besser, aber auch nicht wirklich viel besser. Schade, gerade bei solch einem Spiel, Erster gegen Dritter, erwartet man doch viel mehr von 6000 Fans. So bleibt festzuhalten, dass es unterm Strich einer unserer schlechteren Auftritte war und man nie so recht das Feuer zum Brennen brachte.

Die Heimseite konnte hier und da zwar mal zeigen, zu was sie fähig ist, doch insgesamt ne ziemlich dünne Leistung des sich in so ziemlich allen Belangen selbst überschätzenden HIV. Erwähnt sei an dieser Stelle, dass es in der Anfangsviertelstunde ein bisschen Stress zwischen Hamburger Ultras und dem Ordnungsdienst auf der Haupttribüne gab. Dass die Lage zwischen internem Sicherheitsapparat und heimischer Szene nicht die beste ist, ist (k)ein offenes Geheimnis, dass jedoch schon das bloße Aufhängen von Geburtstagsgrüßen an Poptown zum Zwanzigjährigen dem Ordnungsdienst reicht, um am Rad zu drehen, war ein klein wenig überraschend. Die Situation löste sich jedoch recht schnell auf, aus unserer Perspektive mit dem mutmaßlich schlechteren Ende für die Hamburger Szene.

Das Spiel war dann eines Spitzenspieles würdig und so gingen unsere Rot-Weißen Fußballer früh in der Partie in Führung und wussten diese bis zur Halbzeit auch zu halten. Es ist schon erstaunlich, wie sicher unsere Mannschaft seit dem Trainerwechsel im Abwehrbereich steht und wie wirklich jeder Spieler seine Aufgaben wahrnimmt.

In der zweiten Halbzeit nahm der Druck vom HSV stetig zu und so brachte eine falsche Ballannahme den Gegner zurück ins Spiel. Wenige Zeigerumdrehungen später klingelte es erneut im Kasten der Rot-Weißen. Wer dachte, das wäre es nun gewesen, der hatte die Rechnung ohne unsere Mannschaft gemacht und diese legte noch mal eine Schippe drauf und so konnte in der letzten Minute der Nachspielzeit doch noch der Ausgleich erzielt werden. Ekstase pur auf den Rängen, das Unionvolk lag sich in den Armen. Wahnsinn! Damit hatte man nun wirklich nicht gerechnet, einen Punkt beim großen HSV entführt! So wurden nach Abpfiff die Mannschaft und der Punktgewinn gefeiert.

Und niemals vergessen…… Unbesiegbar FCU!








12.12.2018 @ 13.12Uhr
Am heutigen Sonntag machte sich das Team von Fürth auf den Weg nach Ost-Berlin, um sich das obligatorische Unentschieden gegen die Eisernen abzuholen. Die unspannende Frage würde wohl nur sein, wie langweilig das Spiel dazu werden würde. Das man bei uns im Nachhinein, trotz des überraschenden und dem Spielverlauf nach ungewöhnlichen Ergebnisses, eher wenig über Sport reden würde, konnte vor der Partie noch niemand ahnen.

Union ging schon in der ersten Hälfte durch zwei Tore von Mees und einem von Polter klar in Führung, was man an der Spielstatistik jedoch nie und nimmer hätte ablesen können. Auch der Schiedsrichter trug zu dieser Tatsache für die Eisernen positiv bei, mindestens an dem Punkt, als ein besonders klares Abseits trotzdem zum 1:0 führen durfte - Danke dafür. Nach der Halbzeit stand Union besser und konnte trotzdem noch ein Tor durch Polter nachlegen. Top für’s Torverhältnis, top für’s Team, nur unsere Laune blieb aufgrund der Ereignisse zu Beginn des Spiels getrübt bis gereizt.

Kurz nach Beginn des Spiels sahen wir von der Waldseite aus eine schwer einschätzbare Auseinandersetzung beginnend beim Ordnungsdienst im Gästeblock am unteren linken Rand. Daraufhin betraten zahlreiche Einsatzkräfte der Polizei den Gästeblock, die zur weiteren Eskalation beitrugen und immer wieder ohne erkennbaren Grund gegen Teile der etwa 300 Fürther Fans einschritten. Genaues zur Perspektive der betroffenen Gäste entnehmt ihr bitte der Fürther Stellungnahme auf hilfefonds.de . Vieles spricht für diese Zeilen, so wurden Teile des Ordnungsdienstes noch während des Spieles ausgetauscht. Leider gab es auch eine Festnahme auf Fürther Seite zu beklagen, welche die Fürther zu einem längeren Verbleib am Stadionparkplatz bewegte, bevor man geschlossen die Rückreise antrat. Ein Dank geht von uns an die Fanbetreuung, das Fanprojekt und die Eiserne Hilfe, welche sehr schnell den Fürthern Hilfe anboten und Präsenz zeigten. Die Fanbetreuung versüßte den Fürthern die Wartezeit noch mit ein wenig Freibier.

Am Rande dieses eh schon emotionalen Spieltags fand zudem noch die Aktion "Winter, mollig, warm" statt, wobei Unioner Kleidung und andere wärmende Dinge für die Wohnungslosen unserer Region als Spende zur Verfügung stellten bzw. sammelten, um sie an dementsprechende Projekte sozialer Träger weiter zu reichen. Auch von uns wurden im Wert von 700 euro u.a. neue Schlafsäcke und Isomatten übergeben. Insgesamt war die zum zweiten Mal stattfindende Aktion wieder ein sehr großer Erfolg.

Und niemals vergessen...
...Bullen raus aus der Kurve! ACAB






07.12.2018 @ 13.12Uhr
An diesem Wochenende ging es für uns nach Bayern, denn unsere Mannschaft musste gegen den SSV Regensburg ran und nach dem starken Auftritt gegen den BVB vier Tage zuvor, war nun natürlich zu hoffen, dass Union auf diesem Niveau weitermachen würde. So ging es Sonntags in den frühen Morgenstunden los, wobei wir uns mit Bus, ein kleiner Teil der Gruppe jedoch mit Neunern, auf den Weg machten.

Zweitgenannte unterstützten damit erneut den Shuttle der Stiftung des 1. FC Union und somit die Tour der Unioner mit Handicap, wobei eine bunt gemischte Truppe von Unionern verschiedenster Coleur den Auswärtstag miteinander verbrachten, egal ob vermeintlich beeinträchtigt oder augenscheinlich "normal". Diese Art der gelebten Inklusion fand nun schon zum dritten Mal statt und, so vernahm man im Anschluss, war wieder ein großes Saisonhighlight für alle Beteiligten. Falls man dieses Projekt, beispielsweise als Fanclubpate, unterstützen möchte, kann man sich gern unter fuma.soziales@fc-union-berlin.de melden. Die Patenschaft für die heutige Fahrt übernahmen die Sachsenadler.

Im Stadion angekommen wurde vom TSK eine Choreo vorbereitet, die dann beim Einlaufen der Mannschaft gezeigt wurde. TSK feierte mit dieser Choreo ihren 12. Geburtstag, an dieser Stelle auch nochmal von uns alles Gute. In der ersten Halbzeit gab es außerdem mal wieder eine kleine, aber feine Protestaktion gegen die Feinde unserer Bewegung. Zeitgleich wurden Blüten mit Fratzen des DFB-Vorstandes zusammen mit Schokomünzen in den Innenraum geworfen. Diese Aktion sollte darauf hinweisen, dass die Geldgier einiger weniger eben nicht wichtiger ist als die Vereinsliebe der Fans.

Union ging in der 45. Minute in Führung, die Freude darüber hielt jedoch nicht lange an, denn der SSV schaffte direkt mit einem zugegebenermaßen recht schönen Tor den Anschlusstreffer. Beim 1:1 Stand blieb es dann auch leider, denn Union hatte mehrere Großchancen, die leider nicht genutzt werden konnten. Also mal wieder ein Unentschieden und immer noch ungeschlagen. Man kann sich also oben festbeißen, jedoch bleibt abzuwarten, ob es auch reicht, bis zum Saisonende ganz oben um die Aufstiegsplätze mitzuspielen.







04.12.2018 @ 13.12Uhr
Erste Runde Bukarest, zweite Runde Rom... Bis man als Unioner in den erneuten Genuss kommt, den altbekannten Europapokal-Song aus tagesaktuellen Anlässen anzustimmen, wird wohl noch viel Wasser die Wuhle runterfließen und dennoch gibt es immer wieder diese Momente, wo man insgeheim schon ein wenig darauf schielt. Diese Momente gibt es meistens im DFB-Pokal, dem Pokal, in dem man mit etwas Losglück und 1-2 guten Spielen am schnellsten in Richtung Europa schauen kann und somit auch immer eine gewisse Euphorie ausgelöst wird. Eine realistische Euphorie? Selbstverständlich nicht, aber man wird ja auch noch träumen dürfen. Nachdem man in Runde eins relativ problemlos die Träume von Carl-Zeiss Jena beendete, wartete man gespannt auf die Auslosung. Die einen wünschten sich einen Gegner aus dem Amateurbereich, die anderen wünschten sich nach Jahren mal wieder ein Heimspiel gegen einen schwächelnden Erst- oder Zweitligisten, wird ja auch mal wieder Zeit, so liegt das letzte Pokalheimspiel doch schon gut fünf Jahre zurück. Aber wie so oft, kommt es dann wieder anders, als man denkt und so sah man sich nicht nur mit dem aktuellen Tabellenführer der ersten Bundesliga konfrontiert, nein, man durfte zur Abwechslung auch wieder nach Dortmund fahren. Erinnerungen an den besonderen Auftritt vor zwei Jahren an gleicher Stelle wurden wach und die leisen Hoffnungen darauf, dass es vielleicht doch etwas wird mit der Sensation. Als sich dann abzeichnete, dass es das Spiel der einzig beiden ungeschlagenen Teams im Deutschen Profifußball werden wird, hielt man doch irgendwie alles für möglich. Leider hielt man auch abseits des Rasens alles für möglich, erinnerte man sich doch noch an die wilde Einlasssituation und völlig übermotivierten Ordner und Polizisten. Erst wenige Tage zuvor durfte dies unser Rivale aus Westberlin spüren. Um es aber vorwegzunehmen, es war vieles besser, als noch vor zwei Jahren, aber gut war es noch lange nicht. Die Ordner legten sich nicht mehr mit dem großen Pulk an, sondern konzentrierten sich darauf, Hausverbote für Kleinigkeiten auszusprechen und die Polizei deutete nur zweimal kurz an, welchen Aufwind ihnen anscheinend gerade das vermutlich bald anstehende neue Polizeigesetz in NRW gibt. Schon interessant, mit welchem Eskalationspotential die Gesundheit von gut 100 Leuten riskiert wird, nur um bei einer Person die Personalien festzustellen. Obacht, liebe Berliner Partybullen, da will euch wohl jemand den Rang ablaufen. Aber nun zum Spiel. Natürlich auch für uns ein Spiel mit besonderem Reiz, trifft man doch nicht täglich auf die vermeintlich größte und beste Kurve Europas. Leider blieb diese, wie auch schon vor zwei Jahren, vieles schuldig und zeigte nur sehr selten, welches Potential in ihr schlummert. Auf unserer Seite machten sich ca. 8000 Unioner auf einem Mittwoch auf den Weg nach Dortmund. Weniger als noch vor zwei Jahren, aber dennoch nicht zu unterschätzen. Der Eiserne Virus brachte wieder zwei Sonderzüge auf die Schienen und nach einem Marsch ohne Besonderheiten erreichte man das Westfalenstadion. Dort legten wir, ähnlich wie vor zwei Jahren, einen beeindruckenden Auftritt hin und vertraten unsere Farben würdevoll. Gleiches galt für die 11 Männer auf dem Rasen, welche das Spiel ausgeglichen gestalteten und an dem Tag auf einem hohen Erstliganiveau kickten. Nach zweimaligem Rückstand kam die Mannschaft jedes Mal wieder zurück. Erst ein Elfmeter in der 120. Minute der Verlängerung sorgte dann für die Entscheidung zu unseren Ungunsten. Dass der Elfmeter dann auch noch einer der Marke “Kann man geben, muss man aber nicht” war und eventuell eine Abseitssituation hätte gepfiffen werden müssen, passt ins Bild dieser unglücklichen Niederlage. Wenn der David den Goliath so kurz vor dem Abgrund hat und dann doch besiegt wird, tut es einfach nur weh. Dennoch ein riesen Kompliment an die Mannschaft für ihre Leistung. Auf den Rängen beschäftigte man sich ansonsten noch mit den Vorfällen des Gastspieles der Nummer zwei Berlins in Dortmund ein paar Tage zuvor.

Neben dem klaren Statement unserer Szene, welche klar die Polizei als Feinde unserer Bewegung ansieht, beschäftigten sich sämtliche Dortmunder Ultragruppen ebenfalls mit der Thematik. In besonderer Erinnerung blieb dabei das Spruchband der Desperados: „Blocksturm wegen Pyro?“. Im Anschluss wurde eine Fackel gezündet und die Aufforderung „Dann kommt, ihr Hunde!“ gezeigt. Eine deutliche Botschaft mit der wir diesen Bericht auch beenden wollen.

In diesem Sinne:
Eisern Union!








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